BRUDER EICHMANN

von Heinar Kipphardt

mit
Jürgen Beck-Rebholz
Michaela Ehinger
Axel Gottschick
Daphna Rosenthal
Hans-Peter Schupp

Inszenierung: Reinhard Hinzpeter
Ausstattung: Gerd Friedrich
Dramaturgie: Frank Bollinger
Licht: Alex Lange

"BRUDER EICHMANN" von Heinar Kipphardt erzählt die Geschichte eines ewigen Versagers, der plötzlich im Dritten Reich als Obersturmbannführer und Chefkoordinator der Judendeportationen eine ungeahnte Karriere macht. Ein Fachmann, der im Auftrag der Regierung handelt und später - in Israel vor Gericht gestellt - jede Verantwortung abstreitet. Gezeigt wird der Mensch Eichmann: seine Minderwertigkeitskomplexe, seine Lust, perfekt zu funktionieren, sein Ehrgeiz, aufzusteigen, seine Angst vor Eigenverantwortlichkeit, seine Weigerung, in Zusammenhängen zu denken, seine Flucht in die tödliche Logik der reinen Sachlichkeit und Fachlichkeit: Der Spezialist - das Ungeheuer der Neuzeit, eine Gefahr für jede Gesellschaft auf dem Weg zur Menschlichkeit.

"Regisseur Reinhard Hinzpeter und sein Protagonist Axel Gottschick lassen die Zuschauer nicht so einfach davonkommen, auch jene nicht, die den Schreibtischtäter lieber als eindimensionales Monster sähen. Der Obersturmbannführer der SS und Chefkoordinator der Judendeportation hatte als Mensch nicht nur brutale Facetten, und im Frankfurter Philanthropin darf Gottschick sie ausspielen, bis der Titel des Dokumentarstücks von Heinar Kipphardt unliebsame Wirklichkeit wird: "Bruder Eichmann" unterminiert die Selbstgerechtigkeit des nachgeborenen Zuschauers wie einst Thomas Manns Skizze über "Bruder Hitler"." Frankfurter Allgemeine Zeitung

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