von Marguerite Duras |
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"Ich hatte Hunger. Hunger nach Treulosigkeiten, nach Ehebrüchen, nach Lügen, nach Sterben. Von jeher. Ich wußte, daß ich eines Tages an dich geraten würde. Verschlinge mich, entstelle mich nach deinem Bild, auf daß kein anderer nach dir das ganze Warum solchen Begehrens begreife."
Sie liegen im Bett eines Hotelzimmers. Nackt. Glatte Körper. Unversehrt. Eine Französin und ein Japaner. An einem Ort der Welt, der für eine Liebesbegnung am wenigsten vorstellbar ist: Hiroshima. Gerade haben sie sich kennengelernt, und morgen wird sie zurückkehren nach Frankreich. In wenigen Stunden erleben sie eine solche Offenheit füreinander, ein so tiefes Begreifen und Ineinander-Aufgehen, daß sie beide ganz und gar aus ihrer Bahn geworfen werden. Sie begegnen im anderen ihrer eigenen Geschichte, ihrer eigenen Verlorenheit, ihren eigenen Schmerzen, und finden Erlösung ... für einen Augenblick. Ein Stück über die Liebe in unserer Epoche.
PRESSESTIMMEN:
"HIROSHIMA MON AMOUR, dieser Film von Alain Resnais von 1959 gehört nicht zuletzt wegen seines faszinierend-paradoxen Titels zu den seltsamen Phänomenen, an die man sich erinnert, auch wenn man sie nicht gesehen hat. Die Theaterfassung, die jetzt im Philanthropin zu sehen ist, knüpft nicht an den Film, sondern an das Drehbuch von Marguerite Duras an. Es ist eine bestechend schöne und genaue Inszenierung, die gleichermaßen aus den Elementen, Sprache, Licht und Musik besteht. Und sie zeigt, daß man mit den Themen der Duras ( Liebe, Grauen, Vergessen und Erinnerung) nie fertig wird." Jutta Baier