DER TOD UND DAS MÄDCHEN

von Ariel Dorfman



mit
Jürgen Beck-Rebholz
Bettina Kaminski
Hans-Peter Schupp

Inszenierung: Reinhard Hinzpeter
Bühne: Gerd Friedrich
Licht: Oskar Bosman

Das Stück spielt in einem nicht näher bekannten Land, das nach einer langen Zeit der Diktatur wieder demokratisch regiert wird. In einem Haus am Meer treffen drei Personen aufeinander: Der Rechtsanwalt Gerardo ist gerade von der Regierung zum Vorsitzenden eines Ausschusses ernannt worden, der Folterungen während der Diktatur untersuchen soll. Paulina, seine Frau, ist ein Opfer dieser Folterungen gewesen. Rein zufällig bekommen sie Besuch von einem Dritten: dem Arzt Roberto, an dessen Stimme Paulina ihren Folterknecht zu erkennen meint.

...dem Politthriller wird eine neue Dimension hinzugewonnen: die eines Dramas über sexuelle Gewalt, eines Dramas auch über die Liebe und ihre Wunden. Und unversehens sitzt der Zuschauer auf der Geschworenenbank. War er's, war er's nicht? Was ist die Unschuldsbeteuerung eines Mannes wert, der einer Vergewaltigung angeklagt wurde? Was ist die Erinnerung einer traumatisierten Frau wert? Ist die Stimme ein Indiz? Können Erinnerungen täuschen? Matthias Matussek, Der Spiegel

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