Eine poetische Installation aus Klang- und Bilderfluten.
Der lyrische Monolog einer Frau, die nach dem Scheitern ihrer Ehe und dem Tod
ihrer drei Kinder aus den gesicherten Zusammenhängen ihres bürgerlichen Lebens herausfällt und die
herumirrt, obdachlos, von Stadt zu Stadt, von Land zu Land, und der sich alle Fragen des Lebens neu stellen.
Erinnerungen, Landschaften, Schmerzen, Gedankenspiele, Tagebuchblätter, Kunstwerke,
Aphorismen, Inschriften durchfluten sie: Bruchstücke einer verlorengegangenen Welt, fragwürdig, unbegreifbar,
verheißungsvoll und nichtig zugleich. Zeichen, die sie nicht mehr deuten kann.- Und mit diesen
Bewußtseinsspiegelungen verweben sich Klangfetzen eines Musikstücks von Wolfgang Rihm, geschrieben für ein Piano,
sporadische Versuche, ein Gefühl zu fassen, das immer wieder entgleitet.
PRESSESTIMMEN aus KRONEN ZEITUNG ( Wien ):
"Tzimon Barto, weltberühmter Pianist,
ist auch Lyriker, der nun seinen ersten Lyrikband `a lady of greek origin` vorstellte.
In 28 Gedichten erzählt er von einer drogenabhängigen, schuldlos geschiedenen Amerikanerin `
griechischer Herkunft`. Durch den Tod ihrer drei Kinder fällt sie aus den gesicherten Zusammenhängen
ihres bürgerlichen Lebens, irrt umher, von Stadt zu Stadt, obdachlos. Die sprachlich fabelhafte
Bettina Kaminski gestaltet diesen Monolog - Regie: Reinhard Hinzpeter - minutiös, spannend, erschütternd.
Ihre Stimme ist unglaublich flexibel. Der Text fließt gleichsam ins Geschehen. Einmal spielt sie Komödie,
dann gibt sie sich tragisch. In den 80 Minuten geht Kaminski bis an Grenzen des Ausdrucks.
Erinnerungen, Schmerz, Gedankenspiele fügen sich zu Bewußtseinsspiegelungen, mit denen Barto Wolfgang Rihms Klavierstück Nr.6 ( Bagatellen, in mechanischer Pianola-Reproduktion ) verwebt. Ein Gefühl, das immer wieder entgleitet, wird fassbar."
Barto: “ich entschuldige mich nicht für den musikalischen ‘Ton’, der den Gedichten zu Eigen ist - . . .” “ . . .Poesie beginnt zu verkümmern wenn sie sich zu weit von Musik entfernt . . .” (Ezra Pound)